Einmal ein Boxer, immer ein Boxer!

Ich wuchs mit Hunden verschiedener Rassen auf. Da mein Lieblingsonkel den Zwinger von der Prignitz besaß und er Rauhhaardackel sowie Münsterländer Vorstehhunde züchtete, lag es nah, daß wir uns dann auf Münsterländervorstehhunde festlegten. Aber für mich allein galt die Vorliebe den Boxern.Ich liebte ihr Wesen, das Gebäude und das Spielerische. Aber meine Mutter sagte nein. Ich lernte meinen Mann kennen, der auch Boxerliebhaber war. So, dachte ich, dann bekommts du endlich einen eigenen.

Aber es kündigte sich mein Sohn an und der Boxerwunsch wurde erst einmal auf Eis gelegt. Als mein Sohn schreiben lernte, war zu Weihnachten und zum Geburtstag immer derselbe Wunsch auf seinem Zettel: Ich wünsche mir so sehr einen Boxer mit einer Leine und viel Futter. Er hatte keine weiteren Wünsche und das in diesem Alter. Es hat uns so berührt, das er dann 1973 mit zehn Jahren ein kleines Boxermädchen bekam.

Wir dachten, mit zehn Jahren, kann er schon etwas Verantwortung übernehmen. Er kümmerte sich rührend um seine Dina.Wie viele Boxerkäufer handelten auch wir aus Unwissenheit und bestellten die kleine Dina bei einem Hundezüchter aller Rassen. Es war so ein liebenswertes Wesen, aber nach einer Woche erbrach sie Spulwürmer und viele Krankheiten durchzogen ihr kurzes Leben. Mit sechseinhalb Jahren hatte sie einen Tumor in der Hirnanhangdrüse und bekam laufend epileptische Anfälle, trotz Medikamenten und einem Klinikaufenthalt. Es war unser Sonnenschein.Das sie so früh gehen musste, war für uns alle unendlich schwer. Ich konnte nichts von ihr wegräumen und hörte sie überall. Später dann hörte ich, dass Rainer Mündelein einen Wurf hatte. Eigentlich wollte ich nur einmal die kleinen Welpen sehen. Als wir aber sahen, wie die Kleinen geprägt waren von ihrer Mutter und ihrem Umfeld, selbstsicher, liebevoll und draufgängerisch war es um uns geschehen und so kam Brandy von den Sandbergen zu uns. Durch Rainer Mündelein lernte ich das Arbeiten mit dem Hund und das Clubleben kennen. Wir traten dann in den Boxerklub ein. Unsere Brandy wurde fast elf Jahre alt, aber auch das fanden wir wieder zu kurz.Der Trennungsschmerz war so groß, daß wir Abstand brauchten (dachten wir). Da kam Licht in unser Leben. Die erfahrene Boxerzüchterin Marlies Lambertz arrangierte es, dass wir uns in Domodossola (Italien) Unica di Ritwald ansehen konnten. Unica war eine Traumhündin. Es stellte sich heraus, dass sie alles das hatte, was man von einer guten Zuchthündin erwartet. Mit dieser wunderbaren Hündin fing ich an zu züchten. Sie hatte drei tolle Würfe. Aus dem letzten Wurf behielt ich Chiva eine kleine, süsse gestromte Hündin. Unica bekam mit neuneinhalb Jahren mehrere Schlaganfälle mit schlimmen Folgen. Es war das Ende für meinen Traumboxer.

Am 30.01.02 hatte Frau von den Busch, Zwinger von den Busch den letzten Wurf mit Amira von der Prignitz, einer Hündin aus Unicas erstem Wurf. Amira ist eine so gute Arbeits- und Zuchthündin und hat viele Eigenschaften von Unica, so daß ich davon gerne einen Welpen wollte. Ostern holten wir die kleine Tedesca von den Busch,die wir reichlich schon besucht hatten zu unserer Chiva nach Hause. Die Beiden sind ein gutes Team. Ich bin sehr stolz auf unsere Tedesca, sie arbeitet sehr gerne und hat mit noch nicht einmal zwei Jahren viel erreicht. (ZTP,AD,BH und VPG1). Jetzt möchte ich sie belegen lassen mit Doujan vom Elsavatal und hoffe sie nimmt auf. Es liegen also wieder erwartungsvolle Wochen vor uns. Ich hoffe einen kleinen Einblick über uns gegeben zu haben und wünsche allen Boxerleuten gesunde, wesensstarke und fomwertschöne Boxer.

Es grüßt Rosi, Herbert, Chiva und Tedesca.